"Agilität & Innovation"

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Interview mit Herrn Johannes Baldauf (Psychologe & Soziologe)

Experte für Agile Methoden und Organisationsentwicklung.

Viele Unternehmen sehen vermehrt die Anwendung agiler Methoden kritisch, bzw. nehmen wieder Abstand davon. Was ist Ihre Einschätzung dazu?

Johannes Baldauf
Johannes Baldauf (Psych, Soz.)

„Ja, dieser Trend ist tatsächlich ersichtlich. Ich würde sagen, das Thema der „Agilität“ polarisiert im Jahr 2020 sehr stark. Dabei ist „Agilität“ als solches weder eine neue Erfindung, noch etwas übernatürliches, sondern bereits uraltes Wissen, was allerdings enormen Effekt zeigt. Ergo, ich bin ein Verfechter agiler Unternehmenskultur und deren Methodik. Aber ich verurteile moderne „Dogmen-Prediger“ und die neuen Buzzwords in diesem Zusammenhang. Ich denke diese Buzzwords und Dogmen, schaden uns. Das muss man deutlich von der eigentlichen Methodik trennen.

Also wenn die Methoden nicht als Dogma angesehen werden, sind diese Ihrer Meinung nach, doch sehr nützlich. Was macht das Besondere aus und wie sollen diese umgesetzt werden?

„Agile Methoden sind mit Sicherheit dann nützlich, wenn wir Produkte und Leistungen möglichst Kunden-orientiert entwickeln und gestalten müssen. Zudem weisen agile Methoden eine enorme Geschwindigkeit und Effizienz auf. Aber auch hier: die Methoden sind die halbe Miete – Die agile Organisation und der Grundgedanke der Selbstdynamik sind wesentlich wichtiger.“

Hoher Wettbewerbsdruck und der Fachkräftemangel bewegt derzeit viele Unternehmen. Herr Baldauf, wie können -Ihrer Meinung nach – agile Methoden Unternehmen bei den aktuellen Herausforderungen unterstützen?

Die agilen Methoden und vor allem die generelle agile Organisationsform – also die Selbstorganisation und das moderne servant leadership – motivieren Mitarbeitende und fördern zudem deren Innovationskraft. Wir in der Psychologie oder auch Neuro-Biologie, konnten bereits vor einigen Jahren diesen Zusammenhang zwischen der Selbststeuerung und Selbstdynamik der Mitarbeitenden und deren positiver Auswirkungen feststellen. Ich sehe also einen enormen Attraktivitäts-Zuwachs, was den Arbeitgeber anbelangt. In Zeiten des Kampfes um Mitarbeitende, ist dies also wohl durchaus ein netter USP, wenn wir solch attraktive Arbeitsbedingungen aufweisen. Wir bewegen uns im Jahr 2020 eben nicht nur auf dem Pfad der Kunden-Orientierung, sondern vor allem auch auf dem Weg der Mitarbeiter-Orientierung.“

Wenn Kunden- und Mitarbeiterorientierung der Schlüssel zum Erfolg sind, wie genau können Unternehmen dieses fördern, was müssen diese verändern?

„Fische stinken vom Kopf her! Ergo, das Management und die Organisation darunter, müssen sich entsprechend verändern. Als Soziologe, sehe ich klassische Organisationen in Unternehmen als Motivations- & Innovations-Hemmer. In der agilen Organisation, sehe ich die Chance, mehr Innovation und Motivation – somit neue Potenziale – zu fördern. Letztendlich dankt es der Kunde durch innovative Produkte.“

Verstehe ich das richtig, dass agile Methoden insbesondere innovative Produktentwicklung fördern oder gar erst ermöglichen. Herr Baldauf, Sie sind Experte für agile Methoden. Können Sie uns ein Beispiel geben, wie mit agilen Methoden erfolgreich ein innovatives Produkt entwickelt wurde.

„Richtig. Agile Methoden fördern Kunden-Orientierung und somit innovative, sowie attraktive Produkte.

Das beste Beispiel in diesem Kontext ist für mich Starbucks. Also, die Kaffeehaus-Kette. Auch wenn die Gründer und Produktentwickler es nie „agil“ genannt haben, haben sie dennoch strikt nach dem Prinzip des Design Thinkings gearbeitet und sind damit sehr erfolgreich. Die Kunst war es hierbei, den tatsächlichen Kundenbedarf zu ermitteln. Mit Diversität der Teams und der agilen Methode, gelingt das Starbucks heute noch bei jedem Produkt.

Ein weiteres Beispiel an dem ich aktuell selbst mitwirken darf, ist die Entwicklung eines StartUps im Kanton Zug. Dort schaffen wir mit verschiedenen Stakeholdern und einem sehr bunten Team die Entwicklung einer Booking-Plattform für Biker.“

Unternehmen sind überwiegend hierarchisch oder in Matrix-Struktur organisiert. Können diese auch insgesamt agil organisiert werden? Wie ist Ihre Einschätzung als Experte für Organisationsentwicklung dazu?

  „Mit Sicherheit ist dies möglich. Alles eben eine Frage der Zeit und des Durchhaltens, sowie der Überzeugung der Inhaberschaft. Gerade Matrix-Organisationen werden es bei der agilen Transformation leichter haben, sind diese doch bereits einen Schritt in diese Richtung unterwegs. Ich persönlich arbeite stets nach der fraktalen agilen Skalierung. Von „Frameworks“ und weiteren Buzzwords halte ich in der angewandten Praxis nichts.“

2 Kommentare zu „"Agilität & Innovation"

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