Das Burn Down Diagramm

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Das Burn Down Diagramm

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Das Burn Down Diagramm ist eine visuelle Darstellung innerhalb des Scrum Prozesses (Sprints), um Effizienz, Produktivität und Leistungen, sowie fehlerhafte Planungen sichtbar und messbar zu machen. Im Diagramm werden auf der X-Achse die Zeiteinheiten des Projektverlaufes dargestellt – Tage oder Wochen. Auf der Y-Achse wird die Menge an Arbeitspaketen (üblicherweise in Arbeits-Stunden) dargestellt. Der Ideal-Graph wäre eine lineare Konstante des „Burn Down“. Dies zeigt dann eine ideale Verteilung der Arbeitspakete und Arbeitsstunden. Dabei sollte allerdings immer beachtet werden, dass die Ideal-Linie, die immer anstrebbare aber – in der Regel – nicht zu erreichende Perfektion darstellt.

Ziel des Burn Down Diagramms

Das Ziel eines Burn Down Diagrammes ist es, das Abarbeiten der Arbeitspakete eines Scrum Prozesses, bzw. eins Sprints messbar und dokumentierbar zu machen. Im Fokus steht dabei stets die Optimierung der Effizienz und Leistung eines agilen Scrum Teams. Ebenso dient das Burn Down Diagramm dazu, Sprint Planungen besser und effektiver zu gestalten. Burn Down Diagramme dienen somit als ideale visuelle Dokumentation vergangener und aktueller Sprints, welche vor allem für die zukünftige Planung der agilen Produktentwicklungen sehr hilfreich sind.

Das Burn Down Diagramm im idealen Sprint

Das ideale Burn Down Diagramm

Die ideale Linie der Graphen wäre demnach zufolge eine perfekte konstant fallende Strecke zwischen Startpunkt und Ende des Projektes. Diese ergibt sich, da man annimmt, dass in einem jeden Projekt – in unserem Scrum Kontext also ein Sprint – die Arbeitspakete und Arbeitsstunden gleichmässig und somit effizient verteilt wurden. Für die Verteilung, sind die Teammitglieder unter Koordinationen/Moderation der Scrum Master verantwortlich. Eine weitere Prämisse für diese Ideal -Linie ist selbstverständlich die Tatsache, dass das Team an jedem Tag quantitativ und qualitativ gleich leistungsfähig ist.

Das Burn Down Diagramm in der Realität

Das abweichende Burn Down Diagramm

Die oben erwähnte Ideal-Linie stellt eine utopische Perfektion dar, die lediglich als ultimatives Ziel dargestellt werden soll. In der Realität zeigt sich in der Regel eine Abweichung (hier in rot dargestellt). In diesem gezeigten Fall ist deutlich zu sehen, dass in den ersten Projekttagen die Arbeitspakete recht schnell abgearbeitet wurden. Deutlich schneller als im „Ideal“ geplant. In der Mitte des Sprints wird dafür deutlich, dass das Projekt über mehrere Tage „zum Stehen“ kam. Dies kann darauf hinweisen, dass an manchen Arbeitspaketen und Teilprojekten länger gearbeitet, bzw. dieses überarbeitet wurde. Folglich ist in diesem Fall eine Zeitverzögerung entstanden und der Sprint wurde folglich später als geplant beendet.

Der arrogante Start im Sprint

Oftmals wird gerade zu Beginn eines Sprints aufgrund der hohen Motivation und des Team-Ehrgeizes das ein oder andere Arbeitspaket überhastet und besonders schnell bearbeitet. Das Gefühl der Überflügelung ist dann umso höher, stellt man am Ende der Tage dann fest, wie produktiv und augenscheinlich leistungsstark das Scrum-Team doch arbeitet. Die Gefahr dabei ist – so zeigen die Erfahrungen – dass die Arbeitspakete zu unordentlich, ungenau oder fehlerhaft bearbeitet werden. Diese sogenannte „Arroganz des Sprint Starts“ bezeichnet eine Überheblichkeit und fehlende Sorgfalt, die Ursache für diese Fehleinschätzung der Arbeitsleistung und deren Qualität darstellen.

Die Flaute im Sprint

Das Ergebnis dieser Überhastung ist meist eine baldige Ernüchterung. Nachfolgende Teilziele und Teilergebnisse stimmen in Qualität und Inhalt nicht mit dem Sprint Backlog überein. Die Folge: Es muss nachgearbeitet werden. Diese Tatsache wirkt sich konsequent auf die Einhaltung des Sprints und der geplanten Arbeitspakete aus. Diese unvorhersehbare Begebenheit wirkt sich ebenso entsprechend demotivierend auf das gesamte Entwicklerteam aus. Als Scrum Master ist es hierbei also umso herausfordernder die Koordination und Moderation zu steuern und das Team wieder zu stabilisieren.

Das Burn Down Diagramm als Analyse-Werkzeug

Das Burn Down Diagramm dient nach dem jeweiligen Sprint oder gar Projekt, ideal als Analyse-Werkzeug, welches für die Sprint Retrospektive oder auch für das Sprint Planning somit unabdingbar ist.

Die Abweichungsbilanz

In der Abweichungsbilanz soll die Differenz der Real-Linie zur Ideal-Linie dargestellt werden und die messbare Grösse somit einen zu vergleichenden Datensatz liefern. Dabei zeigt der Integral der grünen Fläche die überdurchschnittliche Leistung in Bezug auf die Abarbeitung der Arbeitspakete. Der Integral der roten Fläche zeigt hingegen den Leistungs-Rückstand des Scrum Teams im Sprint. Die Differenz der beiden Integrale zeigt nun dann die Bilanz, welche entweder positiv (grün) oder negativ (rot) erscheint. Grundsätzlich zeigt eine positive Bilanz stets einen positiveren Verlauf des Sprints – unter der Prämisse, dass das Increment (Produkt) auch tatsächlich dem Backlog nahe kommt und die positive Leistungsbilanz nicht eine „Unsauberkeit“ oder fehlerhafte Qualität mit sich zieht.

Der Scrum Master hat zusammen mit dem Scrum Team diese Daten (Bilanzen) zu reflektieren und stets in der Sprint-Historie in Vergleich zu setzen. Die dabei entstehende Dokumentation soll stets transparent (zum gesamten Team) und steht dynamisch (immer wieder veränderbar und reflektierbar) gehandelt werden. Der Scrum Master führt die Daten und Diagramme.

Die Differenz-Reflexion

In der sogenannten Differenz-Reflexion geht es darum, die allgemeine Abweichung des Real-Integral und des Abweichungs-Integrals darzustellen. Hier wird offensichtlich, wie hoch der Prozentanteil der Abweichung tatsächlich ist. Gemäss dem Motto: Je grösser die generelle Abweichung, desto…

  1. Ineffizienter die Planung
  2. Instabiler die Konstanz der Leistung und Motivation des Teams
  3. Fehlerhafter die Orientierung am Backlog bzw. Kunden-Nutzen

Je kleiner die Abweichung des Real zum Ideal, desto effizienter und optimaler die vorheriger Planung des Sprints.

Auch diese Daten sollen stets vom Scrum Master geführt und aktualisiert werden. Die Differenz-Reflexion sollte Basis für die Reviews und Plannings sein.

KVP im Scrum Sprint

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist wesentlicher Bestandteil im Scrum. Mithilfe des Burn Down Diagramms lassen sich vor allem die Effizienz der Team-Leistung steigern. Durch die stetige und dynamische Reflexion zusammen mit dem gesamten Team werden so nach jedem Sprint die Daten gemeinsam analysiert und Gegenmassnahmen zur Optimierung commitet. Diese Transparenz und Art der Reflexion sorgt bei richtiger Handhabung für mehr Motivation, besserer und effizienterer Team-Interaktion und somit steter Leistungssteigerung.

Die Prämisse nennt sich Backlog

Eine Ideal-Linie zu erreichen und Optimierungen der Abweichungen und Leistungs-Steigerung sollte nur dann oberstes Ziel sein, wenn Arbeitspakete, Ergebnisse und Leistungen stets das Backlog und somit den exakten Kunden-Bedarf, sowie Kunden-Nutzen im Zentrum und Fokus sehen.

Zur Scrum Master Ausbildung

Hier geht es zum Scrum Master Zertifikat der IUE Hochschule in Basel

Ein Kommentar zu “Das Burn Down Diagramm

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